#GAMEPLACES eSports: Vom Nischen- zum Massenphänomen

Die Branchenplattform #GAMEPLACES thematisiert im Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt das ‚Phänomen eSport‘. eSport ist der Sport der digitalen Generation: Innerhalb nur weniger Jahre hat er sich professionalisiert und von einem Nischen- zu einem Massenphänomen entwickelt, das weltweit ein junges Millionenpublikum erreicht. Bereits heute ist die internationale Profiszene ein Milliardenmarkt. Die Deloitte: eSports-Studie 2018 schätzt den globalen Umsatz spätestens 2020 auf knapp 1,3 Mrd. Euro; auf Deutschland mit 10% Marktanteil entfielen davon 130 Mio. Euro. Dass eSport auch für Investoren oder Sponsoren außerhalb der Games- oder IT-Industrie zu einer relevanten Größe avanciert, ist also absehbar.

Am 6. Mai nimmt #GAMEPLACES dieses hochdynamische Segment gemeinsam mit Eintracht Frankfurt genauer unter die Lupe. Zur Begrüßung sprechen Eintracht-Vorstand Axel Hellmann und der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank. Speaker sind Arne Peters (Strategieberater für eSport & Games) und Timm Jäger (Referent für strategische digitale Projekte, Eintracht Frankfurt). Auf dem Programm stehen außerdem ein eSport-Turnier der beiden Eintracht Spieler gegen das Team des 1. FSV Mainz 05 sowie die Möglichkeit, das zukünftige Trainingszentrum zu besichtigen.

Die Teilnahme an #GAMEPLACES ist kostenlos. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten. https://gameplaces-esports.eventbrite.de

Wie ist eSport entstanden? Wie sieht der eSport-Markt aktuell aus? Warum begeistert er die digitale Generation? Welche sozialen Aspekte stecken dahinter? Welche Ansätze verfolgen engagierte Akteure wie Eintracht Frankfurt? Antworten auf Fragen wie diese geben die #GAMEPLACES-Speaker Arne Peters und Timm Jäger in ihren Impulsvorträgen. „eSport hat seine Ursprünge in LAN-Turnieren, bei denen teilweise mehrere hundert Spieler zusammenkamen, um sich in lokalen Netzwerken in ihren Lieblingsspielen zu messen“, so Peters. Dank der technischen Entwicklung wurden diese Turniere bald auch online ausgetragen. Die Fans konnten jederzeit und überall live dabei sein. Jeder fünfte Deutsche (19%) hat dies bereits getan; besonders affin sind 16- bis 24-Jährige (44%), so das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage, wie der game – Verband der deutschen Games-Branche kürzlich meldete. Nach einer rasanten Phase der Professionalisierung und Globalisierung bewege sich der eSport aktuell wieder in Richtung regionaler oder nationaler Aktivitäten, so Peters: „Es entsteht ein echter Breiten-eSport mit Fokus auf soziale und kommunikative Elemente.“
In Deutschland gibt es neben der Profiszene auch Vereine für eSport-begeisterte Hobby-SpielerInnen sowie eine professionell organisierte Amateur-Ebene. Ein Akteur der ersten Stunde ist Eintracht Frankfurt. „Die Eintracht möchte die Digitalisierung nicht nur im und um den Club vorantreiben, sondern auch in der Rhein-Main-Region. Wir sehen die Chancen, die in der Digitalisierung mit all ihren Innovationen, Technologien und Geschäftsmodellen an einem Standort wie Frankfurt stecken und wollen deshalb aktiv dazu beitragen, dieses große Potential gemeinsam zu entfalten“, so Vorstand Axel Hellmann. Mittelpunkt des eSport-Engagements von Eintracht Frankfurt ist der Aufbau einer Breitensport-Abteilung. Der Einstieg erfolgt mit den Titeln FIFA und League of Legends. „Nach dem Motto ‚von der Breite in die Spitze‘ wollen wir lokale Talente fördern und ausbilden“, sagt Timm Jäger. Eintracht Frankfurt eSports werde keine professionellen Teams oder Spieler verpflichten, so Jäger weiter. Neben spielspezifischen Inhalten stehen Kommunikations- und Taktikschulungen sowie – als Ausgleich zum eSport – auch Athletik-Einheiten auf dem Trainingsplan.


Arne Peters war in verschiedenen Managementpositionen bei Unternehmen wie ESL, Intel, Atari, Nintendo oder 505 Games tätig. Heute ist er Strategieberater für eSport & Games und spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen zu eSport im Allgemeinen sowie den besonderen Herausforderungen für Unternehmen, welche die eSport-Zielgruppe ansprechen möchten.

Axel Hellmann ist Rechtsanwalt und bekleidet seit 2001 verschiedene Positionen bei Eintracht Frankfurt. Von 2005 bis 2012 war er Geschäftsführer von Eintracht Frankfurt e.V. Seit 2012 gehört er dem Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG an.

Timm Jäger (Eintracht Frankfurt) ist Referent des Vorstands für strategische digitale Projekte. Bevor er zu Eintracht Frankfurt wechselte war Jäger zunächst in der Organisationsentwicklung der
BMW Group in München sowie anschließend als Berater für die Boston Consulting Group mit Schwerpunkt Strategie- und Marketing/Sales-Projekte tätig.


GAMEPLACES ist die Plattform für die Games- und Videospiel-Branche in FrankfurtRheinMain. Seit 2006 thematisiert sie mit unterschiedlichen Formaten aktuelle Trends, Meinungen oder Entwicklungen und ermöglicht Interessierten, Netzwerke auf- und auszubauen, neue Ideen zu entwickeln oder Potenziale zu erkennen und zu nutzen. GAMEPLACES ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung Frankfurt in Kooperation mit der gamearea-HESSEN und wird vom hessischen Wirtschaftsministerium im Rahmen der Strategie Digitales Hessen sowie der Geschäftsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft Hessen unterstützt. Netzwerkpartner der aktuellen Veranstaltung ist die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain.