Für die Kultur- und Kreativwirtschaft haben wir nachfolgend kompakte Infos zu Hilfsangeboten zusammengestellt: Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Bitte nehmen Sie bei Bedarf entsprechende Rechts-/Steuerberatung oder Unterstützung Ihrer Branchenvertretung in Anspruch. Für weitere Fragen steht das Team des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt gern als Ansprechpartner zur Verfügung. Bitte schicken Sie uns eine eMail mit Rückrufbitte oder Ihrem Anliegen an: kreativwirtschaft@frankfurt-business.net -> Wir melden uns zeitnah!

Aktuelles

Auswahl zentraler Corona-Hilfsmaßnahmen illustriert von Max Bachmeier für das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland. Gefördert werden unter anderen pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten durch die Bundeskulturfonds. Gefördert werden unter anderem pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten.

Die Bundeskulturfonds (Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds e.V., Fonds Darstellende Künste e.V., Fonds Soziokultur e.V., Deutscher Übersetzerfonds e.V., Musikfonds e.V.) erhalten aus dem Programm insgesamt 50 Mio. Euro zusätzlich, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten zu fördern. Viele der Förderungen richten sich unmittelbar an Künstlerinnen und Künstler.

Detaillierte Informationen zu allen Programmen erhalten Sie auf der Förderseite der Bundesregierung.


Liquiditätshilfen

Das Land Hessen bietet ein breites Spektrum finanzieller Förderprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen.

Die WIBank bietet das Programm Hessen-Mikroliquidität als ergänzendes Darlehen in Höhe von 3.000 bis 35.000 Euro als Kredit (kein Zuschuss) ohne bankübliche Sicherherheiten.

Detaillierte Informationen zu allen Programmen erhalten Sie direkt bei den hessischen Förderinstitutionen:

Die Bundesregierung hat bestehende KfW-Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht.


Kulturpaket Hessen

Das Land Hessen hilft Künstler*innen, Festivals und Kultureinrichtungen mit einem umfassenden 50 Millionen Euro umfassenden 3 Phasen Unterstützungspaket:

Phase 1: Sofort helfen 

Unterstützung von Festivals (Musik, Theater, Film), die als Großveranstaltung (>100 bis mindestens 31. August 2020) abgesagt werden müssen. Die maximale Höhe richtet sich nach der Zahl der verkauften Eintrittskarten im Schnitt der letzten drei Jahre: 2,50 Euro pro Ticket bei öffentlich getragenen Festivals, 5 Euro pro Ticket bei von gemeinnützigen Vereinen oder privaten Institutionen getragenen. Der Betrag ist auf 500.000 Euro gedeckelt. Anträge sind ab 01. Juni möglich: weitere Infos, Richtlinen und Antragsformular

Phase 2: Übergang meistern

Unterstützung freier Künstler*innen mit Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro. Das ermöglicht ihnen, neue Projekte zu erarbeiten oder bestehende fortzuentwickeln. Anträge sind ab 01. Juni bei der Hessischen Kulturstiftung möglich: weitere Infos, Richtlinien und Antragsformular. 

Phase 3: Innovativ neu eröffnen

Unterstützungsfond für Kultureinrichtungen und Spielstätten. 500 Fonds-Pakete zu je pauschal 18.000 Euro werden vergeben. 500 Fonds-Pakete werden vergeben. Eine Kombination mit anderen Hilfen ist möglich, etwa auch den Programmen des Bundes. Anträge werden bis zum 30. September 2020 möglich sein: weite Infos, Richtlinie und Antragsformular.

Projektstipendien erhalten freie Gruppen und Einzelkünstler*innen für neuartige Ansätze für Kulturveranstaltungen und künstlerische Formate, für Vermittlung und Pädagogik sowie für die Präsentation von Kultur. Der Fonds ermöglicht 250 Gruppen ein Stipendium in Höhe von je 18.000 Euro sowie 1.000 Künstler*innen ein Stipendium von je 5.000 Euro. Der Fonds wird über die Hessische Kulturstiftung abgewickelt. Eine Fachjury beurteilt die Einreichungen. Anträge können vom 10. August bis zum 23. August 2020 ausschließlich über die Website der Hessischen Kulturstiftung eingereicht werden. Das Antragsformular steht nur in diesem Zeitfenster zur Verfügung.


Härtefall- und Notfallfonds des Kulturdezernates der Stadt Frankfurt am Main

Die Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig konnte einen Notfallfonds für Einzelkünstler*innen, Künstlergruppen sowie Kollektive aus Frankfurt der unterschiedlichen künstlerischen Genres einrichten, bei denen die Maßnahmen von Land und Bund nicht greifen. Mithilfe des Notfallfonds soll Kulturschaffenden während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beigestanden und die Weiterführung ihrer künstlerischen Tätigkeit gesichert werden.

Formlose Anträge können ab sofort an das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main gerichtet werden. Über die Höhe der Förderung wird einzelfallbezogen entschieden. Sie kann zwischen 500 und höchstens 5.000 Euro gestaffelt sein und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt. Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Beantragung (pdf).


Soforthilfe – Förderprogramm zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“

Soforthilfe bis zu 10.000 Euro aus dem Bereich Kultur für Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind: Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen, Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen, Landesjugend Trachtenverband, Hessischer Landestrachtenverband, Hessischer Literaturrat, Landesmusikrat, Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF), Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen, Verband hessischer Amateurtheater, Hessischer Museumsverband und die unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelten Einrichtungen. Anträge sind ab 01. Mai möglich: weitere Infos, Richtlinen und Antragsformular


Angebote der Verwertungsgesellschaften

Die GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte hat unter einen Nothilfefond in Höhe von 40 Mio. Euro für Mitglieder und Kunden beschlossen. Der „Schutzschirm Live“ der GEMA ist für Musikurheber, d.h. Komponisten und Textdichter, die von Veranstaltungsabsagen betroffen sind. Der „Corona Hilfsonds“ stellt zudem finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle im Rahmen der sozialen und kulturellen Förderung bereit.

Über die GVL – Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten können Inhaber eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle entstanden sind. Betroffene wenden sich direkt an die GVL.


Branchenspezifische Hilfen

Filmwirtschaft

Übersicht zum Hilfsprogramm der Bundes-und Länderförderer für die Film-und Medienbranche (pdf) (02.04.2020)

Hessische Festivals, Film-Reihen und Veranstaltungen, die von den Präventionsmaßnahmen um Covid-19 betroffen sind, wenden sich bitte an die HessenFilm und Medien GmbH. Hier eine Übersicht für hessische Projekte (pdf).

Für das Zukunftsprogramm Kino wird die max. Höhe des Bundesanteils an der Zuwendung von 40 % auf 80 % der förderfähigen Kosten angehoben. Antragstellung und weitere Informationen über die FFA.

AG DOK: Informationen für Dokumentarfilmschaffende

Bundesverband Schauspiel: Erste Hilfe für Bühnenkünstler


Musikwirtschaft

NEUSTART KULTUR: Stipendienprogramm des Musikfonds. Anträge können ab dem 03.08.2020 bis zum 16.08.2020 gestellt werden. Weitere Infos, Programm und Antragsformular sowie FAQs.

Die Anträge für die dritte Förderrunde 2020 für die Musikfonds Projektförderung können bis 30. September 2020 gestellt werden. Für Projekte, deren Gesamtkosten 10.000 EUR nicht überschreiten und nach dem 1. Dezember 2020 beginnen, können Anträge mit einer Fördersumme bis zu max. 2.000 EUR gestellt werden. Weitere Infos, Programm und Antragsformular

Initiative Musik: Hilfsprogramm für Musiker*innen und Spendenkampagne: Mit dem Hilfsprogramm sollen Musiker*innen mit 1.000 Euro pro Solokünstler*in oder Band unterstützt werden, die von Konzertausfällen betroffen sind. Das Programm wird durch die Einnahmen einer Spendenaktion ermöglicht. Weitere Infos, Programm und Antragsformular

Die Bedingungen des Förderprogramms LIVE 100 wurden angepasst: Der Projektzeitraum für die Durchführung der Grassroot-Konzerte wird bis 28.02.2021 verlängert und Konzerte, die während des verordneten Veranstaltungsverbots als Live-Streaming durchgeführt werden, können ebenso abgerechnet werden. Weitere Infos, Programm und Antragsformular

Deutscher Musikrat: Einschätzungen zur Corona-Pandemie und aktuelle Mitteilungen und Berichte zu den Auswirkungen bietet das MIZ Deutsches Musikinformationszentrum

Deutsche Orchestervereinigung: Corona-Virus – Leitfaden für Freischaffende

LiveKomm: Erste Handlungsempfehlungen zur Abwehr der Club-Insolvenz

VUT – Verband unabhängiger Musikunternehmer: Wichtige Informationen für Musikunternehmer


Design- / Kommunikations- und Werbewirtschaft

Allianz deutscher Designer (AGD): Hilfen für Selbstständige während der Corona-Pandemie

BDG Berufsverband der Kommunikationsdesigner: Aktuelle Informationen und Angebote zur Corona-Pandemie

Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA): Informationen zu Corona


Buch- und Pressemarkt

Die VG Wort – Verwertungsgesellschaft Wort gewährt Beihilfen für in Not geratene Wortautoren, Verleger oder ihre Hinterbliebenen. Mehr Informationen zum Sozialfonds erhalten Sie direkt bei der VG WORT.

Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Umgehen mit den Folgen des Coronavirus

Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender



Beratungsangebot für Frankfurter Selbstständige und Kleinstbetriebe

Kompass beantwortet kostenfrei Fragen von Selbstständigen und kleinen Unternehmen zu aktuellen Förderprogrammen und klärt auf, wie Sie kurzfristig und schnell Unterstützung bekommen können.


Beratungsnetz für Solo-Selbstständige

Ver.di gibt Auskunft auf der Informationsplattform für Solo-Selbstständige.


Grundsicherung

Für Freiberufler, Solo-Selbständige, Kleinunternehmer oder von Kurzarbeit Betroffe in finanzieller Not greift auch die Grundsicherung. Die Grundsicherung soll helfen den Lebensunterhalt zu sichern, wenn keine anderen Hilfen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise greifen. Wer ab dem 01.03.2020 bis einschließlich zum 30.09.2020 einen Neuantrag auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende stellt, für den entfällt für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung, wenn erklärt wird, dass kein erhebliches Vermögen verfügbar ist.

Kinderzuschlag (KiZ) als Alternative zur Grundsicherung erhält, wessen Einkommen zwar für ihn selbst, nicht aber für seine Familie reicht. Bei Neuanträgen ist nun nur noch das Einkommen des letzten Monats (anstelle des letzten halben Jahres) entscheidend.

Die Leistungen werden von den zuständigen Stellen schnell und unbürokratisch gewährt. Der Antrag kann beim zuständigen Jobcenter gestellt werden, der Anspruch beginnt mit dem Monat der Einreichung. Lesen Sie dazu die FAQ zur Grundsicherung.


Kurzarbeitergeld (KUG)

Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter/in können Kurzarbeitergeld beantragen. Das Kurzarbeitergeld soll einen vorübergehenden Verdienstausfall zumindest teilweise ausgleichen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt so 60% des ausgefallenen Nettolohns, ab dem 4. Monat 70% und ab dem 7. Monat 80% (gilt bis 31.12.2020). Leben Kinder im Haushalt gibt es je 7 Prozentpunkte mehr. Ein Hinzuverdienst ist zudem möglich.


Steuererleichterungen

Die Stundung der Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer sowie die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Gewerbesteuermessbetrages muss beim zuständigen Finanzamt bzw. über ELSTER beantragt werden. Die Stundung der Gewerbesteuer und die Herabsetzung der Vorauszahlung muss beim Kassen- und Steueramt der Stadt Frankfurt beantragt werden. Es empfiehlt sich vorab Kontakt zu Ihrem Steuerberater aufzunehmen.

Die FAQ des Bundesfinanzministeriums geben einen Überblick über die Einzelheiten der verschiedenen Maßnahmen. Die Ausführungen gelten als allgemeine Hinweise und werden fortlaufend aktualisiert.


Finanzierung durch Crowdfunding

place2help Rhein-Main ist die Crowdfunding-Plattform für unsere Region. place2help macht die Projekte verschiedener Crowdfundingplattformen sichtbar und vernetzet sie mit Förderern. Wem es gelingt, die Crowd zu begeistern, erhält für sein Projekt zudem Fördermittel aus dem Regionalfonds. Crowdfunding-Plattformen wie startnext, oder wemakeit haben auch eigene Corona-Hilfsprogramme aufgesetzt, in denen sie Transaktionskosten erlassen oder Servicegebühren reduzieren. Mehr über die Potenziale von Crowdfunding gibt es im place2help Blog nachzulesen.


Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten das Netto-Entgelt weiterzuzahlen, wenn diese wegen einer Quarantäne-Anordnung oder der Schließung von Schulen und Kitas ihre Arbeitsleistung nicht erbringen konnten. Die Zahlungen werden den Arbeitgebern dann vom Land ersetzt, Selbständige erhalten eine Direktzahlung. Die Bezugszeit wurde nun von sechs auf zehn Wochen ausgeweitet. Weitere Infos, Details und Antragsformular