Für die Kultur- und Kreativwirtschaft haben wir hier kompakte Infos zu Hilfsangeboten zusammengestellt: Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Bitte nehmen Sie bei Bedarf entsprechende Rechts-/Steuerberatung oder Unterstützung Ihrer Branchenvertretung in Anspruch. Für weitere Fragen schicken Sie uns bitte eine eMail mit Rückrufbitte oder Ihrem Anliegen an: kreativwirtschaft@frankfurt-business.net – Wir melden uns zeitnah!

Aktuelles


Hilfsangebote

Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Unternehmen gegen die Folgen des Coronavirus

Durch die Corona-Pandemie sind viele Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Darum hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Selbständige und Unternehmen zu unterstützen – schnell und unbürokratisch.

Maßnahmenpaket für Unternehmen gegen die Folgen des Coronavirus (PDF, 08.04.2021)


Corona-Überbrückungshilfe für Unternehmen

Über die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können Anträge auf Überbrückungshilfe I-III, Neustarthilfe sowie November- und Dezemberhilfe gestellt werden.

FAQ zur Corona-Überbrückungshilfe II (September-Dezember 2020)

Außerordentliche Wirtschaftshilfe im November und Dezember

FAQ zur Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe sowie Organisationen aus allen Branchen mit Fixkostenzuschüssen unterstützt. Bedingung ist, dass zwischen November 2020 und Juni 2021 Corona-bedingte Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnet wurden.

Überblick Überbrückungshilfe III

FAQ zur Corona-Überbrückungshilfe III


Informationen für Soloselbständige, Angehörige freier Berufe und kleine Unternehmen bis zehn Beschäftigte

Übersicht der Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für Selbstständige und kleine Unternehmen

Kompakte Zusammenfassung des Kulturrates

Kostenfreies Beratungsangebot für Frankfurter Selbstständige und Kleinstbetriebe von Kompass

Informationsplattform für Solo-Selbstständige von Ver.di

Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die Neustarthilfe für Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften. Mit dieserwerden Soloselbstständige und kleine Kapitalgesellschaften finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können zudem Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 geltend machen.

Neustarthilfe für Soloselbstständige und kleine Kapitalgesellschaften

FAQ zur Neustarthilfe für Soloselbstständige und kleine Kapitalgesellschaften

Anmeldung zum Direktantrag für Novemberhilfe, Dezemberhilfe sowie Neustarthilfe


Liquiditätshilfen

Das Land Hessen und die Bundesregierung bieten ein breites Spektrum finanzieller Förderprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen. Detaillierte Informationen zu allen Programmen erhalten Sie direkt bei den hessischen Förderinstitutionen und der KfW-Bankengruppe.

Zur kurzfristigen Abdeckung von Liquiditätsbedarfen für kleine Unternehmen und Selbständige in der Krise dient das Förderdarlehen Hessen-Mikroliquidität. Das Darlehen in Höhe von 3.000 € bis 35.000 € kann seit dem 01. Februar 2021 direkt bei der WI-Bank beantragt werden.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen stellt in 2021 weitere Mittel für Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen (DIGI-Zuschuss) zur Verfügung. Innerhalb des Förderjahres gibt es noch zwei stichtagsbezogene Förderaufrufe (24.06.2021 und 31.08.2021). An diesen Tagen können sich Interessenten über ein Onlineformular, welches am Tag des Förderaufrufs für 24 Stunden verfügbar ist, für die Antragstellung bewerben.


Sonderfonds für Kulturveranstaltungen

Der Sonderfonds von 2,5 Mrd. Euro unterstützt die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen mit zwei zentralen Bausteinen: Einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen der Länder mit reduziertem Publikum stattfinden. Diese Hilfe steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 und für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen ab dem 1. August 2021 zur Verfügung. Der zweite Baustein ist eine Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit über 2.000 Besucherinnen und Besuchern, die einen langen Planungsvorlauf benötigen.

Die Antragstellung erfolgt über eine bundeseinheitliche IT-Plattform. Die anschließende Prüfung und Bewilligung der Anträge erfolgt über die vom Hessischen Kulturministerium beauftragte Stelle. Weitere Details folgen in Kürze.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/sonderfondskulturveranstaltung-1917654


Zweites Kulturpaket für Kulturschaffende

Das Paket beinhaltet unter anderem ein Brückenstipendium für alle freischaffenden Künstlerinnen und Künstler, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK). Insgesamt 3.600 Stipendien à 2.500 Euro werden über die Hessische Kulturstiftung vergeben. Es vereint die niedrige Schwelle der Arbeitsstipendien aus dem ersten Kulturpaket mit der Idee des Projektstipendiums, innovative Projekte zu fördern. Sie sollen einen inhaltlichen Bezug zu Fragestellungen der Pandemie haben, der Vorbereitung von Projekten für nach dem Lockdown dienen oder auch den Ausfall von Engagements und Aufträgen ausgleichen.

Die Brückenstipendien sind bei der Hessischen Kulturstiftung zu beantragen. Das Antragsportal ist im Zeitraum vom 23. März 2021 bis 23. Juni 2021 geöffnet.

Im Rahmen des Kulturpakets II des Landes Hessen wird das Open Air-Festivalprogramm INS FREIE! gefördert. Ziele des Programms sind die Erweiterung bestehender Open Air-Spielstätten und Open Air-Angebote sowie die Einrichtung zusätzlicher Pandemie-kompatibler Pop Up-Spielstätten im gesamten hessischen Landesgebiet im Zeitraum Mai 2021 bis September 2021. Das Programm hat eine überwältigende Resonanz gefunden. Aufgrund der hohen Zahl eingegangener Anträge sind die Fördermittel bereits vollständig belegt. Anträge werden noch angenommen, jedoch zunächst nicht bearbeitet. Sollten Mittel im Zuge der Antragsbearbeitung frei werden, können diese Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs zur Prüfung nachrücken.


NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland. Gefördert werden unter anderen pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten durch die Bundeskulturfonds. Gefördert werden unter anderem pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten.

Die Bundeskulturfonds (Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds e.V., Fonds Darstellende Künste e.V., Fonds Soziokultur e.V., Deutscher Übersetzerfonds e.V., Musikfonds e.V.) erhalten aus dem Programm insgesamt 50 Mio. Euro zusätzlich, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten zu fördern. Viele der Förderungen richten sich unmittelbar an Künstlerinnen und Künstler.

Kurzübersicht des gesamten Programmpakets nach Sparten und Status vom Deutschen Kulturrat (PDF, 25.03.2021)

Die NEUSTART KULTUR-ePublikation der Kulturstaatsministerin (PDF, 24.01.2021)


Notfallfonds des Kulturdezernates der Stadt Frankfurt am Main

Die Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig konnte einen Notfallfonds für EinzelkünstlerInnen, Künstlergruppen sowie Kollektive aus Frankfurt der unterschiedlichen künstlerischen Genres einrichten, bei denen die Maßnahmen von Land und Bund nicht greifen. Mithilfe des Notfallfonds soll Kulturschaffenden während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beigestanden und die Weiterführung ihrer künstlerischen Tätigkeit gesichert werden.

Für das Jahr 2021 konnte der Notfallfonds für Kulturschaffende mithilfe von vier Frankfurter Stiftungen erneut um 300.000 Euro aufgestockt werden.

Formlose Anträge können an das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main gerichtet werden. Über die Höhe der Förderung wird einzelfallbezogen entschieden. Sie kann zwischen 500 und höchstens 5.000 Euro gestaffelt sein und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt. Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Beantragung


Create! Künstlerhilfe Frankfurt e.V.

Unter dem Motto „Create!“ hat die Künstlerhilfe Frankfurt e.V. mit der großzügigen Hilfe von vielen Unterstützern ein zweites Hilfsprogramm aufgelegt. In dessen Rahmen vergibt der Verein Arbeitsstipendien an KünstlerInnen, um sie zu unterstützen und an neuen Projekten und Werken zu arbeiten.

KünstlerInnen können Sich mittels einem Formular für ein Stipendium bewerben, welches 500 Euro pro Monat beträgt und maximal für eine Dauer von drei Monaten gewährt wird. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt über das Kuratorium, welches eine unabhängige Entscheidung trifft.


KSK Hinweise für Selbständige Künstler*innen, Publizist*innen und abgabepflichtige Unternehmen

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Künstlersozialkasse (KSK) sowohl ihren Versicherten als auch den Unternehmen weitgehende Zahlungserleichterungen und Fristverlängerungen gewährt. Aktuelle Hinweise und Informationen der KSK (Stand 22.12.2020, mit Anpassung unter Ziff. 3 Versicherte vom 14.01.2021). Auch die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung – sogenannter 450 Euro Job oder Mini-Job – oder eine zweite selbständige nichtkünstlerische / nichtpublizistische Tätigkeit mit einem Gewinn von bis zu 5.400 Euro jährlich, führen nicht zu einem Verlust der Künstlersozialversicherung, also nicht zu einer Beendigung der Versicherung. Es ist ratsam, vor Aufnahme anderer selbständiger Tätigkeiten, sich bei der KSK beraten zu lassen. Informationsschrift der KSK zum Thema Versicherung bei der KSK trotz (Neben-) Job? (pdf) (03/2021)


Grundsicherung

Für Freiberufler, Solo-Selbständige, Kleinunternehmer oder von Kurzarbeit Betroffe in finanzieller Not greift auch die Grundsicherung. Die Grundsicherung soll helfen den Lebensunterhalt zu sichern, wenn keine anderen Hilfen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise greifen. Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten für Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2021 beginnen.

Kinderzuschlag (KiZ) als Alternative zur Grundsicherung erhält, wessen Einkommen zwar für ihn selbst, nicht aber für seine Familie reicht. Bei Neuanträgen ist nun nur noch das Einkommen des letzten Monats (anstelle des letzten halben Jahres) entscheidend.

Die Leistungen werden von den zuständigen Stellen schnell und unbürokratisch gewährt. Der Antrag kann beim zuständigen Jobcenter gestellt werden, der Anspruch beginnt mit dem Monat der Einreichung. Lesen Sie dazu die FAQ zur Grundsicherung.


Kurzarbeitergeld (KUG)

Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter/in können Kurzarbeitergeld beantragen. Das Kurzarbeitergeld soll einen vorübergehenden Verdienstausfall zumindest teilweise ausgleichen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt so 60% des ausgefallenen Nettolohns, ab dem 4. Monat 70% und ab dem 7. Monat 80% (gilt befristet bis 31. Dezember 2021, wenn spätestens für März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld erhalten wurde). Leben Kinder im Haushalt gibt es je 7 Prozentpunkte mehr. Ein Hinzuverdienst ist zudem möglich.


Steuererleichterungen

Die Stundung der Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer sowie die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Gewerbesteuermessbetrages muss beim zuständigen Finanzamt bzw. über ELSTER beantragt werden. Die Stundung der Gewerbesteuer und die Herabsetzung der Vorauszahlung muss beim Kassen- und Steueramt der Stadt Frankfurt beantragt werden. Es empfiehlt sich vorab Kontakt zu Ihrem Steuerberater aufzunehmen. Die FAQ des Bundesfinanzministeriums geben einen Überblick über die Einzelheiten der verschiedenen Maßnahmen. Die Ausführungen gelten als allgemeine Hinweise und werden fortlaufend aktualisiert.

FAQ „Corona“ Steuern (PDF, 26.04.2021)


Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten das Netto-Entgelt weiterzuzahlen, wenn diese wegen einer Quarantäne-Anordnung oder der Schließung von Schulen und Kitas ihre Arbeitsleistung nicht erbringen konnten. Die Zahlungen werden den Arbeitgebern dann vom Land ersetzt, Selbständige erhalten eine Direktzahlung. Die Bezugszeit wurde nun von sechs auf zehn Wochen ausgeweitet. Weitere Infos, Details und Antragsformular