Jana Ehret ist eigentlich Kulturanthropologin und Literaturwissenschaftlerin. Sie wuchs in Bremen auf und studierte in Mainz. Seit Januar 2017 betreibt sie zusammen mit Yvonne Schrodt das Co-Work & Play, ein CoWorking Space mit Kinderbetreuung vor Ort. Auf circa 1.200 qm Gesamtfläche gibt es in der Otto-Meßmer-Straße 1 im Frankfurter Ostend Platz für 80 CoWorker und 16 Eltern-Kind-Paare. Dazu stehen sieben unterschiedlich große und flexibel nutzbare Meeting- und Konferenzräume zur Verfügung. Die Idee zum Co-Work & Play entstand bei ihr 2015 aus dem Wunsch heraus, für sich einen Ort zu schaffen, wo sie Mama sein und sich weiterhin beruflich austoben kann. Den Wunsch ließ sie Realität werden und gründete das Co-Work & Play. Das Angebot ist in Deutschland recht einmalig und setzt neue Maßstäbe in der digitalen Arbeitswelt und im Bereich Work-Life-Balance.

Frankfurt ist für mich …

zu einer richtigen Heimat geworden. Als ich vor 11 Jahren von Bremen hierherzog, habe ich mich direkt in die Stadt verliebt. Ich wohne seit 7 Jahren im Ostend und bin immer wieder aufs Neue erstaunt, was hier alles in den letzten Jahren passiert ist.

Was begeistert dich am meisten an deinem Beruf?

Meine Tätigkeit beim Co-Work & Play gibt mir das Gefühl endlich angekommen zu sein. Egal wie lang die Tage aktuell sind, ich weiß wofür ich das mache. Hier kann ich Arbeit und Familie vereinen. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich mein Kind hierher mitbringen werde.

Woher kommen deine Ideen?

Das liegt wohl in der Familie. Mein Papa kommt gefühlt jede Woche mit irgendeiner Idee, die er gerne umsetzen möchte. Von klein auf gehe ich mit offenen Augen durchs Leben, bleibe gerne stehen und beobachte. Ich bin da wie eine Art Schwamm, der alles aufsaugt. Ich hole mir meine Inspiration aus der Welt und den Menschen in meiner Umgebung.

Meine Mittagspause …

verbringe ich aktuell leider allzu oft vor dem Laptop.

Welche Trends siehst du gerade?

Immer mehr (junge) Eltern wollen nicht in klischeehafte Rollenbilder getreu dem Motto „der Mann als Brötchenverdiener und die Frau Zuhause am Herd“ gepresst werden. Heutzutage findet man Frauen genauso in Führungspositionen, wie Männer in Elternzeit. Gleichzeitig nehmen wir uns bewusst Zeit, bzw. entscheiden uns bewusst für eine Familie. Work-Life-Balance dient nicht nur als Buzzword, sondern wird zunehmend in die Tat umgesetzt.

Was können wir noch lernen?

Wir sollten Fehler erlauben. Auch wenn wir uns dahingehend schon verbessert haben, sind wir leider noch immer eine erfolgsorientierte Gesellschaft. Wir sollten anfangen Fehler und Schwächen zuzulassen und sie als Chance sehen. Fehler helfen uns stärker und agiler zu werden.

Das sollte man in Frankfurt unbedingt machen …

Egal wie banal das klingt. Man sollte sich einen Tag – am besten an einem Samstag oder kurz vor irgendwelchen Feiertagen – auf eine Bank auf der Zeil setzen und die Menschen beobachten. Das ist besser als Kino!

www.co-work-play.de

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