Helene Uhl ist diplomierte Grafikdesignerin, wohnt, arbeitet und lebt seit Jahren in Frankfurt. Seitdem sich vor ein paar Jahren ihre Wege gekreuzt haben, gibt es sie und ihre Geschäftspartnerin Anna Ranches beruflich nur noch gemeinsam. Mittlerweile sind die beiden und ihre Designagentur Bureau Mitte zu einem kleinen Team mit starkem Netzwerk herangewachsen. Die Agentur entwickelt individuelle Gestaltungslösungen im kulturellen Bereich sowie für Unternehmen
und öffentliche Institutionen. Stilistisch findet sich die puristische Handschrift der Agentur auch auf den eigenen Kunstdrucken wieder. Hierfür hat Bureau Mitte bereits große Aufmerksamkeit erfahren. Die bisher größte Auszeichnung ist die Berufung zum Deutschen Werkbund. Ein großes Anliegen ist den beiden Designerinnen der Austausch und die Vernetzung der lokalen Kreativszene. Hier veranstalten, organisieren und unterstützen sie regelmäßig verschiedene Formate.

Frankfurt ist für mich …

Eine kleine Stadt mit großen Möglichkeiten: Die enge Vernetzung von Wirtschaft und Kreativszene macht eine Vielzahl von Projekten möglich. Das ist ein ganz klares Alleinstellungsmerkmal dieser Stadt. Durch den internationalen Einfluss
ist die Wirtschaft auch in ihren traditionellen Sparten unerwartet aufgeschlossen. Frankfurt ist in Bewegung.

Was begeistert Dich am meisten an Deinem Beruf?

Die Visualisierung und Materialisierung von Ideen. Das feine Abstimmen von Konzept, Form und Farbe. Kurz um: Gute Gestaltung. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden: Hier begegnen Anna und ich individuellen Stärken und Talenten aus den unterschiedlichsten Branchen. Das ist abwechslungsreich und eine spannende Herausforderung, der wir uns immer wieder gerne und mit Begeisterung stellen.

Woher kommen Deine Ideen?

Die Inspiration liegt im Detail: ob ein Museumsbesuch, ein Spaziergang am Mainufer, eine Fahrradtour durch den Stadtwald, Sommerabende im Grüneburgpark, der Austausch mit der Nachbarschaft in unserem „Kiez“, die unzähligen kulturellen Veranstaltungen – Frankfurt hat viel Inspiration zu bieten.

Meine Mittagspause …

…verbringe ich mit Anna in direkter Nachbarschaft. Mit einer Adresse in der Altstadt sitzen wir in der Mitte Frankfurts – einem sehr spannenden und oft unterschätzten Viertel. Museen, Galerien, inhabergeführte Läden, kulinarische Vielfalt, gemütliche Cafés und das Mainufer liegen direkt vor unserer Tür.

Welche Trends siehst Du gerade?

Die Durchmischung verschiedenster und auch gegensätzlicher Einflüsse: Globalisierung, Rückbesinnung auf traditionelle Werte, fortschreitende Digitalisierung – Stichpunkt Industrie 4.0, das weitere Aufleben analoger Techniken in den unterschiedlichsten Bereichen. Es wird gemixt, verworfen, probiert, entdeckt. Frei nach dem Credo „Alles kann, nichts muss“. Eine interessante Zeit, die einen starken kreativen Ausdruck fördert und fordert.

Was können wir noch lernen?

Wir legen großen Wert auf Weiterbildung und -entwicklung. Die gesamte Branche befindet sich in stetiger Bewegung: Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und altes Wissen zu vertiefen. In diesem Sinne lernt man nie aus.

Das sollte man in Frankfurt unbedingt machen …

Einen Perspektiv-Wechsel vollziehen – vom Bewohner zum Touristen. Ich nehme mir von Zeit zu Zeit einen Moment, um an einer der altbekannten Touristen-Attraktionen teilzunehmen: Ob eine Fahrt mit dem Ebbelwei-Express
oder ein Aufstieg auf den Dom – wenn wir die Stadt mit den Augen eines Touristen betrachten, werden wir immer wieder daran erinnert, in was für einer schönen Stadt wir leben!

www.bureaumitte.de

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